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Betrachtungen zur Wiederverzauberung

Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!

Die Welt muss wiederverzaubert werden!
Eine Welt, die hauptsächlich aus zweckgebundener Nützlichkeit besteht, ist mir
schlicht zu langweilig.

Zu aller Systematisierung, Mechanisierung und Digitalisierung sollte es ein
Gegengewicht geben.
Schon die Frühromantiker (um 1800) forderten, die Welt zu ‚poetisieren‘, oder –
mit anderen Worten – zu romantisieren, d.h. sie als ein lebendiges, bewusstes
Ganzes wahrzunehmen und zu achten.
Wie anders ließe sich das Unendliche im Endlichen widerspiegeln, was als höchste
Aufgabe der Kunst gilt.
Aber abgesehen von der Kunst geht es schlichtweg um das Erhalten bzw.
Wiederherstellen einer lebenswerten Welt.

Außen ist innen
Original, 240 x 180 mm

Innen ist außen
Original, 240 x 180 mm

Die Schriftstellerin Marion Poschmann schrieb im Juni 2021: „Wenn wir die Natur
bewahren und eine ökologische Katastrophe verhindern wollen, ist eine neue
Romantisierung der Welt, eine poetische Naturwahrnehmung, unumgänglich.“
Diese Wiederverzauberung unserer Umgebung führt zwangsläufig zu einer
Sensibilisierung ihr gegenüber -, und die ist nötiger denn je.

Die Soziologin Prof. Dr. Marianne Rodenstein zitiert den großen romantischen
Schriftsteller Novalis, der in seinem Roman ‚Heinrich von Ofterdingen‘ eine
mystische Zeit schildert, in der Tiere, Bäume und Felsen mit den Menschen
sprechen.
Sie schreibt: „Selbst wenn wir diese Zeit nicht erreichen sollten, können wir doch mit ihm sagen: ‚Mir ist gerade so… als könnte ich es ihnen ansehen, was sie mir sagen wollten.‘ “

Also: Sensibilisieren wir uns und wiederverzaubern wir die Welt!

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