Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!
Diesmal möchte ich Euch gerne zeigen, wie meine Bilder entstehen.
Häufig werde ich gefragt, wie lange es dauert, eine Zeichnung anzufertigen. Darauf gibt es keine pauschale Antwort, es richtet sich ganz nach der Komplexität der Darstellung.
Für die großen, detailreichen Monatsbilder z.B. habe ich tatsächlich ungefähr einen Monat pro Bild gebraucht (das nur als grobe Richtschnur).
Jedes Bild fängt mit einer Idee an, mit dem geistigen Inhalt, der in eine zweidimensionale Form gegossen werden soll.
Die gesamte Zeichnung entsteht also erst einmal im Kopf, möglichst genau. Erst dann fange ich an, auf einfachem Papier eine Skizze anzufertigen.

Parallel dazu recherchiere ich intensiv über Sachverhalte und Themen, die für die Umsetzung meiner Idee relevant sind; z.B. besitze ich mehrere Bücher über Botanik, um Pflanzen korrekt darstellen zu können, wenn es erforderlich ist.
Dann mache ich eine Vorzeichnung mit Bleistift auf cremefarbenem Zeichenkarton. Bei symmetrisch angeordneten Bildern, welche eine besondere Harmonie ausstrahlen sollen, achte ich sehr genau auf die Abstände zwischen den abgebildeten Personen und Gegenständen.
Auch die Gruppierung um die Bildmitte erfordert besondere Sorgfalt. Ich bin äußerst pingelig in der Einhaltung der Symmetrie, denn schließlich hat alles bei mir eine Bedeutung.
Wenn die Vorzeichnung mit Bleistift abgeschlossen ist, ziehe ich alle Linien mit schwarzer Tusche nach. Diese Tuschelinien lassen sich nicht mehr korrigieren, verlangen also absolute Konzentration.
Im nächsten Schritt werden alle Bleistiftlinien wegradiert, so dass nur noch die reine Tuschezeichnung übrig bleibt.

Zu guter Letzt kommt das Schattieren, um dem Dargestellten Fülle und Räumlichkeit zu verleihen. Das macht mir besondere Freude, weil dadurch die Figuren, mit denen ich schon während des gesamten Entstehungsprozesses innerlich korrespondiere, noch lebendiger werden.
Und dann ist das Bild fertig.

Frühlingswind
Original, Durchmesser 180 mm
Ab und zu schreibe ich einen Text zum Bild, um meine Gedanken und die Erkenntnisse, die mir bei der Erschaffung des Werkes gekommen sind, festzuhalten.
Ich hoffe, ich kann Euch mit meiner Tätigkeit Freude bereiten und die Welt ein wenig bereichern!
Wenn Ihr mir beim Zeichnen zusehen wollt, kommt doch zur diesjährigen Leipziger Buchmesse!
Vom 19. bis 22. März 2026 zeige ich dort meine Bilder und zeichne an Ort und Stelle:
Halle 5 Stand D 209.

Ich würde mich freuen, Euch dort zu sehen!

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