Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!
Zur Zeit der Dinosaurier (altgriechisch: schreckliche Echsen) lebte ganz im Verborgenen ein kleines, spitzmausähnliches Wesen, laut neuester Forschung (2022/2023) das erste bekannte Säugetier.
Dieses ca. 12-20 cm große Tierchen, mit dem lateinischen Namen
‚Brasilodon quadrangularis‘, wohnte in unterirdischen Höhlen. Es ging nur nachts, wenn die großen Echsen über ihm schliefen, auf die Jagd nach Insekten.
Durch seine große Anpassungsfähigkeit konnte es sich in einer absolut feindlichen Umgebung behaupten; ja, es wurde selbst vom Aussterben der Dinosaurier nicht berührt und entwickelte sich weiter.
Von ihm stammen alle weiteren Säugetiere ab, also letztendlich – über viele Zwischenstufen – auch der Mensch.
Ein Hoch auf diesen Überlebenskünstler!
Es scheint, als könne man sich von ihm etwas abgucken, um in einer Welt übergroßer, allmächtig scheinender Giganten zu bestehen.

Das Große und das Kleine
Original 250 x 165 mm
Man kann das Leben kämpfend bestreiten.
Man kann aber auch mit dem Gefühl einer ‚inneren Geborgenheit‘ das tun, wozu man sich berufen fühlt – ungeachtet der äußeren Geschehnisse – und auf ein gütiges Schicksal vertrauen.
Höchstwahrscheinlich liegt die ‚Wahrheit‘ in der Mitte, und die eine Haltung schließt die andere nicht aus.
Ich selbst tendiere eher zur zweiten Variante: mich zurückziehen, ‚in mich fallen‘, mit der Ideen-Ebene Kontakt aufnehmen und von dort her auf die Welt einwirken.
Da fällt mir ein Spruch aus der Bhagavadgita, dem heiligen Buch der Hindus, ein.
Krishna, der Gott, sagt zu Arjuna, dem Krieger, der vor einer allesentscheidenden (inneren!) Schlacht steht:
„Kämpfe! Ich habe Deine Feinde für Dich schon besiegt!“
Na dann …

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