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Betrachtungen: Federleicht

Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!

Heute machen wir wieder einmal eine Reise in die Vergangenheit.
Vor über 30 Jahren gaben mein Mann und ich ein Buch mit Kindergedichten heraus, wobei einige Texte wohl eher für Erwachsene geeignet waren.
Mein Mann schrieb die Gedichte, und ich malte – damals noch bunte – Bilder dazu. Was zuerst entstand, der Text oder das Bild, kann ich heute gar nicht mehr sagen; es war wohl unterschiedlich – mal so, mal so.

Das folgende Bild soll Euch Sommer-Leichtigkeit schenken und das dazugehörige Gedicht könnte zum Kontemplieren anregen, vielleicht während einer Ruhepause im Schatten, in der man den Blick über eine Blumenwiese schweifen lässt. Und wenn keine Blumenwiese zu finden ist? Nun, dafür gibt es ja das Bild, in das man sich hineinträumen kann.

Bitte schön:

Motiv aus der Gedichtsammlung ‚Federleicht‘
Das Buch ‚Federleicht‘ hat 35 Seiten, 16 farbige Abbildungen und ist fest gebunden.

Schwer sind Steine, schwerer Eisen,
schwierig, um die Welt zu reisen.
Schwer ist ein Kartoffelsack,
schwer ein Dicker huckepack.

Federleicht sind die Gedanken,
kennen keine Grenzen, Schranken;
fliegen hin, wohin sie wollen,
manchmal zwar, wo sie nicht sollen,

doch sie kommen, hat man Glück,
an den Ausgangsort zurück.
Lernt man die Gedanken lenken,
werden sie uns Freude schenken.

In Gedanken kann man malen,
morden und vom Himmel fallen.
Lieben kann man in Gedanken,
aber auch mal tüchtig schwanken.

Und man kann noch viel, viel mehr:
Frei sein kann man, bitte sehr!
Selbst mal böse sein macht Spaß,
nur nicht tun darf man dann das.

Ja, man sollte es verstehen,
mit Gedanken umzugehen.
Weil sie von alleine leben,
muß man ihnen Richtung geben.

Liebt wer eine Blumenwiese,
tritt er sicher nicht auf diese;
und ein jeder ist gebeten,
die Gedanken nicht zu treten.

Zart, das weiß ein jedes Kind,
Blumen und Gedanken sind.
Licht und Sonne dargereicht,
macht ihr Leben „federleicht“!

Heitere, unbeschwerte Sommertage wünscht Euch allen


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