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Betrachtungen zur heiligen Kuh

Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!

Askese ist nicht so mein Ding! Ich liebe das Barocke, die Überfülle!
Die Obstschale muss voll sein und der Kühlschrank (wenn man es sich leisten kann) auch; er sollte nicht nur ein Päckchen Magerquark und einen grünen Apfel enthalten.

Die Natur lebt im Überschwang. Jedes Jahr wieder neu bringt sie Samen und Früchte in Hülle und Fülle hervor. Wenn wir als Menschen liebevoll, klug und nicht ausbeuterisch mit ihr umgehen, ernährt sie uns alle.

Die Göttliche Kuh
Original, 250 x 165 mm (aus der neuen Serie ‚Die Magie der Evolution‘)

Ein schönes Sinnbild dafür ist die Kuh, die in Indien heilig ist und verehrt wird.
Sie ist das Symbol der Mutter Erde, der Fülle und des Wohlstandes, welche aus der Verehrung der Natur resultieren.
Es gibt sogar eine sogenannte ‚Wunschkuh‘ mit dem Namen Kamadhenu, die göttliche Kuh des Überflusses, die jeden Wunsch gewährt.
In den alten indischen Schriften, den Veden, sind die Kühe die lebensspendenden Strahlen der Sonne. 

Ja, es geht noch darüber hinaus: Das Wort „Go“ steht im Sanskrit für Kuh, Lichtstrahl und Weisheit. Wenn die alten indischen Seher also von Kühen gesprochen haben, meinten sie gleichzeitig metapherhaft die Strahlen der Sonne, welche wiederum den Sieg des Lichtes der Erkenntnis über die Dunkelheit der Unwissenheit symbolisieren.
Kein Wunder, dass Kühe in Indien als heilig gelten!

Auf meinem Bild reitet Sri Krishna, der Allbeseligende und Schöne, eine Inkarnation des Gottes Vishnu, der für die Erhaltung der Schöpfung steht, mit seiner Gefährtin Radha auf einer sanftmütigen, die Milch der Fülle verströmenden Kuh.

Wir sollten diesen großartigen Tieren mit Respekt begegnen und sie mit Würde behandeln.
Dass eine Massentierhaltung in diesem Kontext verwerflich ist, versteht sich von selbst! Spätere Generationen werden einen solch barbarischen Umgang mit fühlenden Wesen kaum mehr begreifen können.

Muh! Ich habe gesprochen.


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