Liebe Freundinnen und Freunde der modernen allegorischen Zeichenkunst!
Vor kurzem habe ich in meinem Stundenbuch geblättert und stieß dabei auf den Text und das Bild für die sechzehnte Stunde: Die Gaben des Himmels.
Da der kalte, dunkle November der Monat ist, welcher uns ins ‚Innere‘ drängt und uns anregt, über uns, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten nachzudenken, hielt ich diese kleine Kontemplation in dieser Zeit für passend:
Die sechzehnte Stunde: Die Gaben des Himmels
Die vier großen Mächte des Werdens: Weisheit, Schönheit, Stärke und Geschicklichkeit, ergießen ihre Gaben über die Welt.

Die Gaben des Himmels
Motiv aus dem
Stundenbuch der Renate von Charlottenburg
Wenn wir mit gewissen Gaben und Talenten gesegnet sind, ist das ein großes Glück, bringt aber auch Verantwortung mit sich.
Wir sollten uns dieser Geschenke würdig erweisen und sie nicht missachten.
Und wenn das Talent, das uns zuteil wurde, noch so klein ist, können wir damit dennoch die Welt bereichern.
Wir setzen unsere Gabe ein und bauen sie aus, ganz nach unserem Vermögen, denn wir spüren genau, was wir können und was unsere Fähigkeiten übersteigt.
So sind wir lieber vollkommen mit dem, was uns zuteil wurde, als dilettantisch im Bemühen, etwas darzustellen, was wir nicht sind.
‚Authentizität‘ ist das Zauberwort. Nicht andere, die wir für besser halten, kopieren, sondern etwas Eigenes schaffen, das hat den höchsten Wert!
In diesem Sinne: bis zum nächsten Monat!

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